CANDARIAN – Trepanacion
CANDARIAN
Trepanacion
(Death Metal)

 


Label: Me Saco un Ojo Records
Format: (LP)

Release: 27.04.2026


Eine der schönsten Dinge an Musik, und in diesem Falle an Metal, ist die Fähigkeit Grenzen-, Länder- und Kulturübergreifend Menschen zu verbinden. CANDARIAN entführen uns nach Mittelamerika. Death Metal aus Costa Rica hört man wahrlich nicht jeden Tag. Dass das Album „Trepanacion“ diese Qualität hat, mag zuerst noch verwundern, schmälert aber nicht die Leistung des Quartetts aus der Hauptstadt San José.

Sieben Brecher der ursprünglichsten und rohsten Art stehen vor uns und lassen für eine knappe halbe Stunden die Nackenwirbel brechen. „Trepanacion“ ist so Oldschool wie Death Metal nur sein kann. Das Riffing ist tief und bohrt sich in die Gehörgänge, der Bass wummert als Nährboden für das donnernde Schlagzeug, das oft als Doubleballs bedrohlich wirkt wie ein wütendes Gewitter. Und dazu ein so infernales Growling aus den tiefsten Untiefen der menschlichen Kehle. Das sind die Zutaten der Songs und jedes einzelne sieben Gerichte schmeckt.

CANDARIAN gewinnen mit ihrem Debütalbum mit Sicherheit keinen Innovationspreis. Aber die jungen Costa-Ricaner wissen ihren Death Metal gefällig anzureichern. Sind es in den beiden ersten Songs „Spectral Superstitions“ und „Altars And Ancestors“ immer wieder verspielte Gitarrenleads, die die Brutalität kurz fast melodisch aufbrechen, herrscht in „Zombie Miscarriage“ oder „Relinquished Viscera“ teils doomige Schwere vor. Das wirkt manchmal fast lethargisch, bricht aber die ansonsten vorherrschende Raserei angenehm auf.

Das Riffing in „Skull Drilling Exorcism“ ist wirklich herausragend und zeigt die Fähigkeiten der Herren De Haan und Tencio. Überhaupt geht der Song in Hochgeschwindigkeit groovend unfassbar in die Knochen und stellt so etwas wie das Highlight des Albums dar.

Zum Ende hin drücken CANDARIAN nochmals so richtig aufs Gaspedal und gehen im vollen Tempo in die Vollen. Tolle Oldschool Riffs und das wummernde Schlagzeug machen einfach nur Spaß während sich die Vocals gefühlt zu Tode röcheln.

Der Sound ist für diese Art des Oldschool herrlich roh, aber so akzentuiert, dass alle Instrumente wunderbar zu hören sind. Genau das beweist, genauso wie das Songwriting, dass die CANDARIAN ganz genau wissen was sie tun und das Spiel mit Dynamik und Atmosphäre bestens beherrschen. Der Underground in Costa Rica bebt.

 

Autor*in: Michael Wimmer


Tracklist „Trepanacion“:
1. Spectral Superstitions
2. Altars And Ancestors
3. Zombie Miscarriage
4. Skull Drilling Exorcism
5. Relinquished Viscera
6. Psychosurgery Ecstasy
7. Vilipendio Del Cadaver
Gesamtspielzeit: 33:18

 


Band-Links:

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CANDARIAN – Trepanacion
CANDARIAN – Trepanacion
LineUp:
José Pablo Phillips (Bass, Vocals)
Christopher G. De Haan (Guitars)
Felipe Tencio (Guitars)
Pablo Umaña (Drums)
7.5
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