The Road To Nowhere Tour 2020: EDENBRIDGE, DOCTOR ROCK, STREAMBLEED, KENDRA  @ Zuckerfabrik, Enns (04.03.2023)

edenbridge live


Samstagabend ist endlich wieder standardmäßig Konzert-Zeit und so pilgerte man nach Enns in die Zuckerfabrik, um den Symphonic Metallern von EDENBRIDGE die Aufwartung zu machen. Wie die letzte Veröffentlichung taufte man die Tour kurzerhand ebenfalls „Shangri-La“ und suchte sich lautstarke Verstärkung. So durften sich die Besucher an diesem kühlen Abend auf ein oberösterreichisches Quartett freuen, bestehend aus KENDRA, STREAMBLEED, DOCTOR ROCK und eben den Headlinern EDENBRIDGE.

Den Anfang in gemütlicher Atmosphäre machten die vier Herren und ihre stimmgewaltige Sängerin von KENDRA. Der Saal war zu diesem Zeitpunkt schon gut gefühlt und die Stimmung von Beginn an gut. Die Dame nutze die halbe Stunde gekonnt und so folgte ein Song dem nächsten, um ja keine Zeit zu verschwenden, aber ein paar Worte wurden trotzdem mit dem Publikum gewechselt, da kurz mal eine Saite gewechselt werden musste und so wurden nicht nur die Bandmitglieder vorgestellt, sondern man erfuhr auch, dass man ein paar Fans aus Linz mitnahm. Die 30 Minuten flogen dahin und die etwas eigenwillige klingende Mischung aus Death- und Trash Metal war vielleicht etwas ungewohnt, machte aber trotzdem Spaß.

edenbridge live

Nach einer Viertelstunde Umbaupause und einer Stärkung an einer der beiden Bars, durfte schon die Jungs von STREAMBLEED ran und auch diese Formation war mir bisher unbekannt. Und hier folgt gleich eine fettes leider, denn die vier Herren (krankheitsbedingt gab es einen personellen Ausfall) sorgten mit ihrem selbst betitelten Groove-Metal für ordentlich Power sowohl auf wie auch vor der Bühne. Optisch agiert man irgendwo zwischen TURISAS und SABATON und setzt auf den Endzeitlook, was die wuchtige Musik unterstreicht. Man kann auch schon auf ein beachtliches Repertoire zurückgreifen, veröffentlichte man bisher seit 2018 drei Alben. „Between Fire And Fire“ und „Supersystem“ vom Debüt sorgten für einen kleinen circlepit vor der Bühne und Sänger Stefan Weilnböck heizte die Meute richtig gut an. Feines Konzert der Herren aus Machtrenk, die ihre halbe Stunde gekonnt ausnutzten.

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Setlist STREAMBLEED:
(Deus Ex Machina)
United In Hatred
Redlined
Between Fire And Fire
Supersystem
Our Place
Crisis Cult

Slot Nummer drei gehörte den Veteranen von DOCTOR ROCK, die ich das letzte Mal 2011 bestaunen durfte und gar nicht wusste, dass diese 4 Musiker noch aktiv sind. Umso größer daher die Wiedersehensfreude und ich wurde nicht enttäuscht, denn wie sagte Sänger Reini Fischer auch an diesem Abend: „We kick your fucking Ass“. Die Hits der Jung kennt wohl jeder, der sich in den letzten 20 Jahren auch nur ein bisschen mit österreichischem Hard Rock beschäftigt hat. „Clock Strickes Midnight“, oder die Mitsing Hymne „Always Remember“ funktionieren auch nach zwei Dekaden noch einwandfrei und werden laut mitgesungen. Nach der obligatorischen Frage ob hier wohl auch alle DOCTOR ROCK FANS sind und den dafür geernteten Lachern beendete „The Bitch Is Back“ das viel zu kurze Set. Ich hoffe, dass ich nicht wieder 12 Jahre warten muss, bis ich in den Genuss von DOCTOR ROCK komme.

EDENBRIDGE, DOCTOR ROCK, STREAMBLEED,  KENDRA

Nachdem alle Anwesenden von den drei bisherigen Bands je 30 Minuten aufgewärmt wurden, gehörten die nächsten 90 Minuten EDENBRIDGE, die hier ihre Shangri-La Tour beendeten und für einen fulminanten Abschluss sorgen wollten. Seit meinen letzten Besuch sind ebenfalls schon einige Jahre ins Land gezogen, den das letzte Mal, dass ich Sängerin Sabine Edelsbacher und ihren Mitstreitern lauschten durfte war 2009 im Linzer Posthof. Ein paar Jahre mehr am Buckel, ein Gitarrist der gesundheitlichen Gründe im Sitzen spielen musste, sonst alles beim Alten. Musikalisch arbeitete man sich durch fast alle Alben und es blieb kein Wunsch unerfüllt. „Mystic River“ vom Album „The Bonding“ lädt zum Mitschunkeln ein, das starke „On The Other Side” entführt einen ins Mittelalter, während „Hall Of Shame“ eher das Tempo durchdrückt und so für Power sorgt.

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Mit Tauerngold“ huldigte man der Heimat, während man bei „Paramount” 15 Jahre zurück reiste in der Bandgeschichte. Sabine plauderte gut gelaunt nach fast jedem Song mit den Fans, erzählte über die Entstehung oder die Bedeutung einzelner Nummern und scherzte mit ihren Bandmitgliedern. Zwischendurch erfuhr man auch, warum Gitarrist Lanvall dieses Konzert im Sitzen abspulte. Er laboriert an einem Bandscheibenvorfall und man war sich gar nicht sicher, ob man diese Tour überhaupt begehen konnte, doch der Musiker kämpfte sich durch und stand nur zwischendurch auf um am Keyboard zu musizieren.

EDENBRIDGE, DOCTOR ROCK, STREAMBLEED,  KENDRASetlist EDENBRIDGE:
Live And Let Go
The Call of Eden
Mystic River
Alight a New Tomorrow
On The Other Side
Shiantara
Hall Of Shame
Tauerngold
Paramount
Somewhere Else but Here
The Road to Shangri‐La
At First Light
Starlight Reverie
Skyline’s End
The Greatest Gift of All / The Bonding I / The Bonding II
Shine
Higher

Gegen Ende durften sich die Fans noch über ein nettes Medley und die beiden Klassiker „Shine“ und „Higher“ freuen und so endete ein feiner und sehr abwechslungsreicher Abend – made in Austria – in einer großartigen Location, starken Bands und motiviertem Publikum. Hier wird laut nach Wiederholung geschrien!

 

Danke für die freundliche Bereitstellung der Fotos von Anthalerero.at

 


EDENBDRIDGE:
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DOCTOR ROCK:
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STREAMBLEED:
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KENDRA:
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