stam1na - x

 

STAM1NA
X
(Thrash Metal | Extreme Metal)

 


Label: Sakara Records
Format: (LP)

Release: 29.09.2023


Wie der schlichte Titel „X“ schon suggeriert, gehen die finnischen Extreme Metal Superstars von STAM1NA bereits in ihre zehnte Runde. In der Heimat nach wie vor bekannt wie ein bunter Hund und allgegenwärtig, haben die Finnen nach wie vor den Rest von Europa nicht so richtig erobern können. Das mag vielleicht daran liegen, dass man dort nicht allzu fleißig auf Tour geht, aber wohl auch den finnischen Vocals. Diese stellen aber auch dem neuesten Werk, neben ihren doch auch sehr einzigartigen Trademarks, das gewisse Etwas dar.

Und es gilt auch dieses Mal die Regel von STAM1NA: „Kein Album gleicht dem Anderen und doch ist es als eines der Band erkennbar“. Einmal mehr vermischen die kreativen Nordmänner rund um Antti „Hyrde“ Hyyrynen, die schon seit fast 20 Jahren keinen Besetzungswechsel mehr zu vermelden haben, verschiedenste Extreme. Man nehme das motivierte „Muistipalatsi““ her. Hier treffen heftige Prog-Thrash Attacken und BlastBeats auf gemütliche, fast verträumte Keyboardteppiche und virtuose Zwischenteile und einen fies doomig drückenden Instrumentalpart. Trotz dieser komplexen Soundzusammenstellung und der finnischen Vocals geht das Teil außerordentlich gut ins Ohr.

Auch „Utopia“ nimmt sofort gefangen, wenn auch auf andere Weise. Düster-bedrohlich baut sich der Song mit leichtem Industrial Anteil langsam auf, die Melodien sind großartig, die mehrstimmigen Vocals kommen fast hypnotisch aus den Boxen und die Gitarren leisten ebenso ihren Beitrag zur dichten Atmosphäre, ehe es im letzten Drittel zur musikalischen Explosion kommt, der Track dann aber gemütlich mit leichten Gitarren-Anschlägen ausklingt. Definitiv kein Easy-Listening und auch nichts für Nebenbei, aber dafür stehen ja STAM1NA seit eh und je. Heftig in Richtung MESHUGGAH meets ANNIHILATOR geht es beim flotten Prog-Thrasher „Kivun Kieli“ weiter, bei „Blivet“ geht es dann wieder verträumt, aber auch irgendwie majestätisch, opulent zu, „Poltergeist“ zeigt sich eindringlich und dynamisch zugleich, und mit „Taivas“ gibt es einen abgefahrenen Rocker der extravaganten Art. Mit dem Titeltrack legt man zum Schluss noch ein weiteres Meisterstück mit vielen verschiedenen Zutaten und überaus starkem Sog, in dem man sich verlieren kann, hin.

Trotz all der Stimmungswechsel und vielen Genreeinflüsse, wirkt „X“ mühelos wie aus einem Guss, was vor allem an Hyrde liegt, der mit seinem Wechselspiel aus Screams und eingängigen Gesängen, ebenso wie die unverkennbaren Keys von Emil „Hippi“ Lähteenmäki den Sound zusammenhält.

Wie gesagt, „X“ ist nichts für schwache Nerven, doch wie schon bei den Vorgängern, allen voran das geniale „Nocebo“, das düstere „SLK“ oder das zuletzt veröffentlichte „Novus Ordi Mundi“, sich die Zeit für die Musik der Finnen zu nehmen, lohnt auch dieses Mal!

 


Tracklist „X“:
1. Kombustio
2. Muistipalatsi
3. Vereen piirretty viiva
4. Utopia
5. Kivun kieli
6. Blivet
7. Monoliitti
8. Taivas
9. Poltergeist
10. X
Gesamtspielzeit: 47:05


Band-Links:
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STAM1NA – X
LineUp:
Antti "Hyrde" Hyyrynen
Pekka "Pexi" Olkkonen
Kai-Pekka "Kaikka" Kangasmäki
Emil Lähteenmäki
Teppo "Kake" Velin
8.5
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