MORTIIS präsentiert das visuell beeindruckende Musikvideo zu „Violent Silence“, das den Handlungsbogen des vorherigen Clips „Ghosts of Europe“ fortsetzt und als nächste Vorab-Single aus dem kommenden neuen Album „Ghosts of Europa“ des legendären norwegischen Künstlers erscheint.
MORTIIS präsentiert das visuell beeindruckende Musikvideo zu „Violent Silence“, das den Handlungsbogen des vorherigen Clips „Ghosts of Europe“ fortsetzt und als nächste Vorab-Single aus dem kommenden neuen Album „Ghosts of Europa“ des legendären norwegischen Künstlers erscheint.
„Ghosts of Europa“ erscheint am 26. Juni 2026. Das Musikvideo „Violent Silence“ steht ihr über diesen Link:
MORTIIS erklärt: „Textlich entstand ‚Violent Silence‘ als Entschuldigung an meine Frau“, gibt der Norweger reumütig zu. „Ich hatte wieder etwas Dummes angestellt und sie war wirklich verärgert. Ich versuchte, mich in einer SMS zu entschuldigen; einer wirklich langen. Der Text zu ‚Violent Silence‘ wurde stark von diesen Worten und diesem Moment inspiriert. Mit der Zeit und nachdem ich nun schon eine ganze Weile mit diesem Song gelebt habe, fällt es mir immer schwerer, diese Worte zu hören. Das quälende Schuldgefühl verschwindet nie komplett. Musikalisch war es ein sehr inspirierender Song, besonders mit all diesen verrückten Fuzz- und Echo-Gitarren, die den Song gegen Ende aufbauen.“
Mit „Ghosts of Europa“ präsentiert der geheimnisvolle norwegische Künstler MORTIIS ein Album, das er als kreative Befreiung betrachtet. Während des langen und gewundenen Entstehungsprozesses lösten sich Genre, Regeln oder das Experimentieren mit Klängen auf, während das einfache Machen von Musik, die jede erdenkliche Idee in seinem Kopf widerspiegelte, ohne irgendwelche Einschränkungen zu akzeptieren, zu seinem Leitprinzip wurde.
Natürlich ist MORTIIS’ musikalische Handschrift allgegenwärtig. Anklänge an die oft recht unterschiedlichen Phasen seiner früheren Werke finden sich überall auf „Ghosts of Europa“. Doch der Schöpfer unterschiedlichster musikalischer Welten hat auf seiner epischen Suche nach Aufrichtigkeit und neuen Ausdrucksformen kaum einen Stein auf dem anderen gelassen. Das Ergebnis ist ein cineastisches und visionäres Album, das sich oft weitläufig, fremdartig und düster-dystopisch anfühlt. In dieser Hinsicht spiegelt „Ghosts of Europa“ die Kämpfe seines Schöpfers während der Entstehung des Albums wider – denn für ihn entstehen diese meist auf Kosten von Freundschaften und Beziehungen sowie unter großer, innerlicher Selbsterkundung.
„Ghosts of Europa“ wurde auch in gewissem Maße von der ursprünglichen Idee geprägt, die eine Zusammenarbeit von MORTIIS mit Stephan Groth von APOPTYGMA BERZERK vorsah, basierend auf ihrer gemeinsamen Faszination für die einflussreiche alte deutsche Schule der elektronischen Musik, insbesondere TANGERINE DREAM und Klaus Schulze. Als dies scheiterte, beschloss MORTIIS, alleine weiterzumachen und ein langer Prozess der Umgestaltung des früh aufgenommenen Materials begann.
Relikte dieser frühen Phase bleiben in Andeutungen der Einflüsse aus Berlin sowie einer Vielzahl von Gastbeiträgen erhalten, doch Visionen von trostlosen, öden und zeitlosen fremdartigen Landschaften verzerrten und veränderten die Songs. Dies führte „Ghosts of Europa“ auch in Bereiche, in denen MORTIIS zuvor noch nie existiert bzw. stattgefunden hatte.
Um sowohl die allgemeine Ausrichtung des Albums auf Electronic und Industrial Rock sowie die besonders breite Palette stilistischer Einflüsse widerzuspiegeln, fiel die Wahl des Toningenieurs auf einen der renommiertesten Spezialisten für genau solche klanglichen Experimente: Glücklicherweise erklärte sich Sean Beavan bereit, „Ghosts of Europa“ abzumischen. Zu seinen Referenzen zählen unter anderem NINE INCH NAILS, DEPECHE MODE, SYSTEM OF A DOWN, GUNS N‘ ROSES, SLAYER sowie viele andere Größen.
Am Anfang des künstlerischen Projekts MORTIIS stand der Black Metal. Der Künstler Håvard Ellefsen, bekannt als der musikalische Kopf hinter MORTIIS, begann 1991 und 1992 als Bassist und Gründungsmitglied der legendären norwegischen Band EMPEROR. Nach der Trennung von den Black Metal Pionieren, startete MORTIIS eine Solokarriere, die sogenannte „Era I“. Von 1993 bis 1999 veröffentlichte der Norweger sechs Alben, die vollständig auf Synthesizern komponiert wurden und als grundlegender Einfluss auf das spätere Dungeon-Synth-Genre gelten.
In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich MORTIIS weiter und definierte seinen Sound durch mehrere Epochen hinweg neu: den experimentellen und harten Industrial Rock, eine neue Welle von Gothic- und Elektronik-Einflüssen, bis hin zu experimentellen Studioarbeiten und der Rückkehr zu seinen Wurzeln.
Während des größten Teils seiner Karriere trat MORTIIS mit einer Maske und einer Gesichtsprothese auf, die seine Bühnenpersönlichkeit in ein jenseitiges Wesen verwandelten. Im Laufe der Jahre hat sich sein Aussehen verändert und weiterentwickelt. Eine Zeit lang, während der „Era 0“, verzichtete sein Live-Konzept sogar auf das Tragen der ikonischen Maske. MORTIIS’ Bühnenpräsenz wurde oft mit einem Troll verglichen – einem Wesen aus der nordischen Folklore, was laut dem Künstler jedoch nie beabsichtigt war.
„Ghosts of Europa“ ist das klangliche Zeugnis eines erfahrenen und gereiften Musikers, der das geschaffen hat, was er am meisten liebt und am besten kann: elektronischen Rock mit stilistischen Einflüssen aus vielen Genres – ohne sich dabei auf ein einziges festlegen zu lassen – das dunkle Klanglandschaften, cineastische Klangvisionen und eine Fülle von Emotionen erschafft. Gerade wenn man denkt, man hätte „Ghosts of Europa“ endlich durchschaut, überrascht MORTIIS mit einer weiteren Facette und einem neuen Aspekt seines detailreichen Meisterwerks.
Band Links:
