Todomal - Graveyard Of Joy
TODOMAL
Graveyard Of Joy
(Atmospheric Doom)

 


Label: Season Of Mist
Format: (LP)

Release: 03.07.2026


 „But here our seeds will learn to rise, Through a god that strangled on its light, When only the brave shall rise… This orphaned hour’s weight, Don’t let it fade away“ 

„Graveyards Of Joy“ ist das mittlerweile dritte Album von TODOMAL und bildet den monumentalen Abschluss ihrer Konzept Trilogie. Geprägt von persönlicher Isolation und einem schweren Schicksalsschlag, bannt das spanische Duo Trauer, Wut und einen Funken Hoffnung in neun epische Breitwand-Doom-Hymnen. Klanglich lassen TODOMAL die Musik atmen: Mächtige Hammond-Orgel-Passagen treffen auf einsamen Folk, und cineastische Streicher verschmelzen mit tonnenschweren Riffs, ohne dass die Melodie je in den Hintergrund rückt. Ein emotional tiefgehendes DIY-Werk mit modernem, alternativem Edge.

Darum lasst uns einen Blick auf das neue Album „Graveyards Of Joy“ werfen, welches via Season of Mist erscheinen wird. „Mare Ignis“ eröffnet das Album wie der Blick in einen dunklen Horizont. Atmosphärische Klangflächen treffen auf mächtige Gitarren, die sich langsam aus dem Nebel erheben und eine beklemmende Spannung aufbauen. Der Gesang bewegt sich zwischen kontrollierter Aggression und dramatischer Intensität, während das Schlagzeug den Hörer Schritt für Schritt tiefer in diese bedrohliche Klangwelt zieht.
Mit „Lucid Nightmare“ wird das Tempo deutlich angezogen. Rasante Rhythmen, scharfkantige Riffs und eine unterschwellige Nervosität bestimmen das Geschehen. Der Gesang wirkt aufgewühlt und rastlos, als würde er den Albtraum des Titels unmittelbar vertonen. Trotz aller Härte blitzen immer wieder melodische Momente auf, die dem Song zusätzliche Tiefe verleihen.

„Point of Coalescence“ vereint die unterschiedlichen Stärken des Albums auf beeindruckende Weise. Die komplexen Gitarrenlinien verschmelzen mit atmosphärischen Passagen, während der Gesang zwischen Nachdruck und Melancholie pendelt. Das Stück fühlt sich wie das emotionale und musikalische Zentrum des Albums an, in dem die verschiedenen Elemente zu einem stimmigen Ganzen zusammenfinden. Nach dieser Intensität sorgt „Misericordiah“ für einen kurzen Moment der Einkehr. Die Komposition wirkt zerbrechlich, melancholisch und beinahe spirituell. Statt Härte stehen hier Stimmung und Emotion im Vordergrund, wodurch der Song wie ein Atemzug zwischen den gewaltigen Klangwellen des Albums erscheint.

„Unholy“ entfesselt anschließend rohe Energie. Wuchtige Gitarrenriffs, donnernde Drums und ein kompromissloser Gesang formen eine düstere und aggressive Klangwand. Der Song lebt von seiner direkten Wirkung und entwickelt eine finstere Kraft, die keine Kompromisse kennt.  Mit „Deliverance“ erreicht das Album einen seiner größten Höhepunkte. Die lange Spielzeit nutzt der Song für eine eindrucksvolle Reise durch unterschiedliche Stimmungen und Dynamiken. Schwere Passagen wechseln sich mit ruhigen, beinahe hypnotischen Momenten ab. Der Gesang zeigt dabei sein gesamtes Spektrum – von wütender Entladung bis hin zu tief empfundener Emotionalität.

„Humanised Gods“ verbindet musikalische Wucht mit einer nachdenklichen Atmosphäre. Die Gitarren wirken gleichermaßen kraftvoll und melodisch, während der Gesang den philosophischen Unterton des Stückes eindrucksvoll transportiert. Besonders die Wechsel zwischen aggressiven Ausbrüchen und ruhigeren Momenten verleihen dem Song eine bemerkenswerte Tiefe.  „For Mercy“ schlägt anschließend emotionalere Töne an. Melodien rücken stärker in den Vordergrund, ohne dass die düstere Grundstimmung verloren geht. Der Gesang trägt eine spürbare Verletzlichkeit in sich und vermittelt Gefühle von Hoffnung, Verzweiflung und Sehnsucht zugleich. Dadurch entsteht einer der bewegendsten Momente des gesamten Albums.

Den Schlusspunkt setzt der Song „Graveyards Of Joy“ mit einer eindrucksvollen Mischung aus Größe, Melancholie und Intensität. Der Song bündelt noch einmal alle Stärken des Albums: atmosphärische Weite, druckvolle Härte und emotionale Tiefe. Die Gitarren entfalten eine fast epische Wirkung, das Schlagzeug treibt das Geschehen unaufhaltsam voran und der Gesang verleiht dem Finale eine würdevolle, nahezu kathartische Stimmung. So endet die Reise nicht mit einem Knall, sondern mit einem nachhaltigen Nachhall, der noch lange nach dem letzten Ton bestehen bleibt.

„Graveyards Of Joy“ ist ein Album, das von starken Kontrasten lebt: schwere Gitarren treffen auf atmosphärische Klanglandschaften, aggressive Vocals auf emotionale Momente und rohe Wucht auf epische Weite. Die Songs ergänzen sich zu einem geschlossenen Werk, das sowohl durch seine Intensität als auch durch seine düstere Atmosphäre überzeugt.

Autor*in: Bianca Ully


Tracklist „Graveyard Of Joy“:
1.Mare Ignis
2.Lucid Nightmare
3.Point Of Coalescence
4.Misericordiah
5.Unholy
6.Deliverance
7.Humanised Gods
8.For Mercy
9.Graveyards Of Joy
Gesamtspielzeit: 43:15

 


Band-Links:

TODOMAL – Graveyard Of Joy TODOMAL – Graveyard Of Joy

 

 

 


Todomal - Graveyard Of Joy
TODOMAL – Graveyard Of Joy
LineUp:
Wildman (Guitars & Vocals)
Mile (Bass & Vocals)
Javi (Guitars)
Cecilia (Synths and Vocals)
Bud (Drums)
Gäste
Cecilia Tallo (background vocals, tracks 4 and 6)
Teodora Gosheva (Vocals)
Darío Garrido (Acoustic Guitars)
Manu Clavijo (live strings)
8.5
Share on: