FROZEN SOUL – No Place Of Warmth
FROZEN SOUL
No Place Of Warmth
(Death Metal)

 


Label: Century Media Records
Format: (LP)

Release:  08.05.2026


FROZEN SOUL aus Texas wurden in kürzester Zeit zur neuen Zukunftshoffnung des amerikanischen Death Metal. Ihr 2023er Album „Glacial Domination“ überzeugte Fans wie Kritiker und führte den ultrabrutalen an BOLT THROWER angelehnten Sound über den Teich und ins 21ste Jahrhundert.

Nun sind sie zurück mit ihrem neuesten Output „No Place Of Warmth“ und … klingen wie ein Schritt zurück in die glorreichen Zeiten des britischen Death Metal. Der Titeltrack drückt derartig aus den Boxen und überrollt Hörer*innen wie ein Panzer im Gefecht. Die Gitarren könnten nicht tiefer gestimmt sein und Chad Green gurgelt und röchelt über die dunklen Seiten des Lebens. Gerald Way von den Emo Superstars MY CHEMICAL ROMANCE liefert als erster von drei illustren Gästen auch die einprägsamste Arbeit ab. Seine high pitched schwarzmetallischen Screams setzen dem gelungenen Einstieg ins Album die Krone auf.

Darauf folgt dann aber etwas Ernüchterung. Mit „Invoke War“ und „Dreadnought“ folgen zwei Songs, die klarmachen, dass man Abwechslung auf „No Place Of Warmth“ vergebens suchen wird. Die Gitarren brummen zwar groovig, aber eher wenig abwechslungsreich, dahin und das Schlagzeug verharrt fast konstant im Mid-Tempo. Auch die beiden Superstars als Gäste am Mikrofon reißen wenig raus und gehen fast unter. Weder Robb Flynn von MACHINE HEAD noch Devin Swank von SANGUISUGABOGG können aus den Tracks Highlights machen.

Und so nimmt seinen Lauf, was respektive gesehen zu erwarten war. Das Album groovt gewaltig dahin, ist fett auf Live-Auftritte getrimmt (diese Songs werden so manche Halle einstürzen lassen), stellt aber im Gesamten ein etwas zu monotones Ganzes dar.

Wenn FROZEN SOUL in „Eyes Of Despair“ endlich das Tempo hochfahren, rifftechnisch sogar nach Schweden schielen, gibt es einen kleinen Ausblick auf was möglich gewesen wäre. Leider kippen die Texaner bis zum Closer „Killin‘ Time (Until It’s Time to Kill)“ wieder zurück in die schleppende Mid-Tempo Falle und das Album plätschert dahin. Nur das Ende glänzt mit coolem rockigen Riffing und tollem dreckigen Touch.

Hervorzuheben ist Produktion von „No Place Of Warmth“. Das Album ist irrsinnig intensiv und positiv drückend gemischt. Vor allem die Drums haben einen sensationellen Live-Vibe, das ist ganz großes Kino. Ansonsten ist dieser Output amtlich, groovt gewaltig und wird live für Furore sorgen. FROZEN SOUL können das aber sicher um Längen besser.

Autor*in: Michael Wimmer


Tracklist „No Place Of Warmth“:
1. No Place Of Warmth
2. Invoke War
3. Absolute Zero
4. Dreadnought
5. Chaos Will Reign
6. Eyes Of Despair
7. Ethereal Dreams
8. Skinned By The Wind
9. Deathweaver
10. Frost Forged
11. Killin‘ Time (Until It’s Time to Kill)
Gesamtspielzeit: 35:34


Band-Links:
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FROZEN SOUL – No Place Of Warmth
FROZEN SOUL – No Place Of Warmth
LineUp:
Chad Green (Vocals)
Chris Bonner (Guitars)
Michael Munday (Guitars)
Samantha Mobley (Bass)
Matt Dennard (Drums)
Gäste:
Gerard Way (Vocals – MY CHEMICAL ROMANCE)
Robb Flynn (Vocals – MACHINE HEAD)
Devin Swank (Vocals - SANGUISUGABOGG)
7
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