Wie die Zeit doch immer auf einem Festival vergeht, und das obwohl die Tage lang, die Nächte kurz und die Erlebnisse fast schon überfordernd sind, die an so einem anstrengenden Wochenende auf einen einprasseln. Doch neue Kräfte wurden getankt und schon ging es wieder ins Getümmel zu allerlei Hochkarätern, die an dem vorletzten Tag vom Nova Rock 2026 nochmal Abertausende vor die Bühnen lockte
Der dritte Festivaltag begann für uns bereits kurz vor 14 Uhr vor der Blue Stage. Nach einem kurzen Regenschauer zeigte sich die Sonne allerdings wieder von ihrer erbarmungslosen Seite. Schattenplätze vor der Stage waren Mangelware, die Motivation im Publikum dennoch ungebrochen, denn KUBLAI KHAN TX standen auf dem Programm.
Die Band aus Sherman, Texas verzichtete nahezu vollständig auf große Showelemente und konzentrierte sich stattdessen auf das, was sie am besten können: kompromisslosen Hardcore. Bereits nach wenigen Minuten bildeten sich die ersten Moshpits und die ersten Crowdsurfer*innen machten sich auf den Weg Richtung Bühne.
Mit neueren Songs wie „The Mountain Of Corsicana“, einer ihrer meiner Meinung nach stärksten Stücke, sowie Klassikern wie „Self Destruct“ und „Theory Of Mind“ lieferten KUBLAI KAHN TX ein Set ab, das keine Verschnaufpause zuließ. Das war ein würdevoller Start in den dritten Festivaltag auf den Pannonia Fields.
[Daniela]
Bei THE RASMUS muss ich zugeben, dass ich mit wenig Erwartungshaltung an den Auftritt heranging. Eigentlich kannte ich nur „In The Shadows“, der mir durch das ständige Radio-Airplay mittlerweile ziemlich auf die Nerven ging. Außerdem empfand ich THE RASMUS immer ein wenig als HIM-Abklatsch – einer Band, mit der ich persönlich ebenfalls nie wirklich etwas anfangen konnte. Trotzdem entschied ich mich, den Finnen beim Nova Rock eine erste Chance zu geben, und musste mir eingestehen, dass sie durchaus ordentlich rocken können und dabei auch sympathisch rüberkamen.
Der riesige Katzen-Backdrop erschloss sich mir zwar nicht ganz, sorgte aber für eine unterhaltsame Optik. Auch die Setlist blieb durchgehend abwechslungsreich und mündete schließlich im obligatorischen „Oo, Oo“-Finale von „In The Shadows“. Live empfand ich den Song vor allem durch das entstandene Gemeinschaftsgefühl – schließlich kennt ihn einfach jeder – gar nicht mehr als störend. So bleibt der Auftritt von THE RASMUS für mich insgesamt als durchaus gelungen in Erinnerung.
Offenbar berührt die Band ihre Fans sehr. Das wollte mir zumindest eine zufällige Bekanntschaft am Pissoir unbedingt mitteilen. Er brauchte eine kurze Toilettenpause, weil ihn der vorherige Song emotional so mitgenommen hatte und ihm in schweren Zeiten geholfen habe. Solche Geschichten kann ich durchaus nachvollziehen, denn viele Menschen verbinden ihre Lieblingsbands mit ganz persönlichen Erinnerungen und Lebensabschnitten. Das ließ mich unweigerlich an ALTER BRIDGE denken, doch davor noch kurz ein paar Eindrücke von Kollegin Daniela zu A DAY TO REMEMBER und LOATHE.
[Florian]
Nach einer kurzen Erholungspause im Pressebereich ging es für uns zurück zur Blue Stage, wo A DAY TO REMEMBER in den Startlöchern standen. Für mich war es tatsächlich die erste Gelegenheit, die Band aus Florida live zu erleben und so war ich gespannt, ob ihre Mischung aus Pop-Punk, Metalcore und Hardcore auch auf der großen Festivalbühne funktioniert. Die Antwort darauf lautete eindeutig: ja. Bereits der Opener „The Downfall Of Us All“ sorgte für lautstarkes Mitsingen und setzte den Ton für die kommenden Minuten. Die Band präsentierte eine ausgewogene Setlist aus älteren Fanfavoriten und neuerem Material.
Mit Songs wie „Paranoia“, „Mr. Highway’s Thinking About The End“ oder „Have Faith In Me“ wechselten sich härtere und eingängigere Momente gekonnt ab. Spätestens bei „If It Means A Lot To You“ wurde nahezu jede Zeile mitgesungen, ehe „All Signs Point To Lauderdale“ für einen gelungenen Abschluss sorgte. Auch wenn mich A DAY TO REMEMBER persönlich nicht so überzeugen, lieferten sie eine durchwegs unterhaltsame Festivalshow ab, die ihre große Fangemeinde einmal mehr bestätigte.
[Daniela]
Setlist A DAY TO REMEMBER
The Downfall Of Us All
I’m Made Of Wax, Larry, What Are You Made Off?
2nd Sucks
Right Back At It Again
Bad Blood
Paranoia
Miracle
All My Friends
Have Faith In Me
Rescue Me
Mr. Highway’s Thinking About The End
Resentment
All I Want
If It Means A Lot To You
All Signs Point To Lauderdale
Anschließend führte uns der Weg zur Red Bull Stage, wo mit LOATHE einer der spannendsten Acts der Szene auf dem Programm stand. Die Briten aus Liverpool bewegen sich seit Jahren geschickt zwischen Metalcore, Shoegaze, Alternative Metal und atmosphärischen Klanglandschaften und haben sich damit eine ganz eigene Nische geschaffen. Gerade deshalb war ich besonders neugierig, wie sie unter freiem Himmel funktionieren würden. Viele Songs von LOATHE entfalten ihre Wirkung vor allem dort, wo die dichte Atmosphäre beinahe greifbar wird, aber überraschenderweise funktionierte das Konzept auch am helllichten Tag ausgezeichnet. Anders als in geschlossenen Räumen entstand zwar eine andere Stimmung, die Intensität blieb jedoch erhalten. Sänger Kadeem France überzeugte vor allem mit seinen vielseitigen Vocals, aber auch mit seiner enormen Bühnenpräsenz. Die unverwechselbare Liverpooler-Sprachfärbung war bei seinen Ansagen ebenfalls nicht zu überhören und sorgte für den ein oder anderen Schmunzler.
Die Setlist war mehr oder weniger ein Best-Of ihrer bisherigen Karriere. Gleichzeitig bot ihr Set bereits einen Vorgeschmack auf das kommende Album „A Stranger To You“, das Mitte Juli erscheinen wird. Die beiden bisher veröffentlichten Singles fügten sich nahtlos ins Set ein und machten definitiv Lust auf mehr. Leidglich „Two Way Mirror“ vermissten vermutlich einige Fans im Publikum. Dennoch hinterließ LOATHE einen der interessantesten und atmosphärisch dichtesten Auftritte des gesamten Tages.
[Daniela]
ALTER BRIDGE habe ich mittlerweile schon sehr oft live gesehen. Mein letztes Konzert der Band in der Wiener Stadthalle liegt allerdings bereits vier Jahre zurück und zeigte damals auch die Grenzen ihrer Popularität auf – mehr als rund 5.000 Besucher*innen zieht die Band hierzulande eben nicht. Im Gasometer sind sie deshalb besser aufgehoben. Auch beim Konzert ebendort im Frühjahr dieses Jahres wäre ich gerne dabei gewesen, hätte ich mein Nova Rock-Ticket nicht bereits zuvor gekauft.
Zwischen A DAY TO REMEMBER und IRON MAIDEN konnten die Alternative-Rocker beim Festival ebenfalls einige tausend Besucher*innen vor die Bühne locken. Dabei musste ich unweigerlich an ALICE IN CHAINS im Jahr 2010 denken, als ich ebenfalls ganz entspannt im Wavebreaker die Ausnahmemusiker rund um Jerry Cantrell beobachten konnte. Cantrells Solo-Auftritt im Vorjahr ging im Line-up des Nova Rock leider etwas unter.
Sei’s drum: ALTER BRIDGE eröffneten ihr Set mit dem neuen, druckvollen Song „Silent Divide“, der sofort gut zündete. Das anschließende „Fortress“-Triple aus „Addicted To Pain“, „Cry Of Achilles“ und dem Titeltrack hatte es dann aber wirklich in sich. Meiner Meinung nach ist „Fortress“ nach wie vor das letzte durchgehend starke Album der Amerikaner und vereint alles, was man sich von dieser Band wünscht: ruhige und harte Gitarrenpassagen, fulminante Soli und die phänomenalen Gesangsmelodien von Myles Kennedy.
Bei „Rise Today“ sang ich voller Inbrunst mit, zu „Metalingus“ headbangte ich um mein Leben und bei „Blackbird“ vergoss ich beinahe Freudentränen angesichts der Schönheit dieser Komposition. Mit „Isolation“ beendeten ALTER BRIDGE schließlich ein mitreißendes Set, das dieses Mal überraschenderweise komplett auf die sonst fast obligatorischen Balladen „Open Your Eyes“ und „Watch Over You“ verzichtete.
Das nächste ALTER BRIDGE-Konzert werde ich mir aber wieder im Club ansehen, um das komplette Erlebnis mitzunehmen. Die Atmosphäre unter ausschließlich eingefleischten Fans und die besondere Verbindung zwischen Band und Publikum fehlten dem Festivalauftritt meinem Empfinden nach dieses Mal doch ein wenig.
[Florian]
Setlist ALTER BRIDGE:
Silent Divide
Addicted To Pain
Cry Of Achilles
Fortress
Tested And Able
Rise Today
Ghost Of Days Gone By
Silver Tongue
Metalingus
Blackbird
Isolation
Für einen deutlichen Stimmungs- und Genrewechsel sorgten abschließend MADSEN auf der Red Stage. Die Band zählt mittlerweile seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den festen Größen der deutschsprachigen Rocklandschaft und bewies einmal mehr, weshalb sie sich diesen Status auch verdient haben. MADSEN schaffen etwas, das nur wenige Bands so beherrschen: Sie holen Menschen ab, unabhängig von ihren ursprünglichen Genrepräferenzen. Ihren Klassikern wie „Du Schreibst Geschichte“, „Lass Die Musik An“ oder auch „Nachtbaden“ kann man auf einem Festival mit ausgelassener Stimmung wohl kaum widerstehen, besonders auch wenn man die unglaublich sympathische Art der Bandmitglieder beachtet. Die Freude und den Spaß, den sie auf die Bühne bringen, tragen sie auch direkt weiter zum Publikum und das ist von der ersten Sekunde an direkt spür-, seh- und hörbar.
Für mich persönlich war der Auftritt auch eine kleine Zeitreise. Bereits 2015 durfte ich MADSEN beim Nova Rock erleben. Umso schöner war es, die Band nach unglaublichen 11 Jahren wieder zu sehen. Musikalisch mögen sie zwar nicht regelmäßig in meinen Playlists auftauchen, live gehören MADSEN jedoch nach wie vor zu jenen Bands, die man sich kaum entgehen lassen sollte. Ihre Mischung aus guter Laune, ehrlicher Bodenständigkeit und mitreißenden Songs funktioniert auch nach über zwanzig Jahren erstaunlich gut.
[Daniela]
Setlist MADSEN
Smile
Sirenen
Nachtbaden
1995
Die Perfektion / Hey Hey Wickie
Auf Deinem Balkon
Nitro
Achterbahn
Macht Euch Laut
Faust Hoch
Du Schreibst Geschichte
Lass Die Musik An
Ich muss hier gleich mal vorwegnehmen und mich vielleicht unbeliebt machen, denn IRON MAIDEN waren zwar ein weiterer guter Grund, das Nova Rock 2026 zu erleben, jedoch keine große Priorität aus mehreren Gründen. Ich durfte die britische Legenden bereits an diesem Abend schon zum zweiten Mal erleben und die aktuelle „Run For Your Lives Tour“ auch schon das zweite Mal. Dazu kommt, dass diese Tour letztes Jahr in Wien schon einen leicht faden Geschmack hinterließ, kündigte man die fetteste und größte Show aller Zeiten an, so fühlte es sich aber nicht an. Dazu später mehr. Außerdem gab es mit LAGWAGON eine weitere Legende auf der Red Bull Stage, die auch – zumindest zwischendurch – von mir besucht werden wollte.
Die Show von IRON MAIDEN ist fett, keine Frage und gerade für neuere Fans, oder jene, die Bruce Dickinson und seine Kollegen noch nie, oder zumindest selten, live zu Gesicht bekamen. Die Videowall war beeindruckend, die Setlist voll mit Klassikern und neuen Monumenten des Metal und auch ansonsten gab es so einiges an Pyros und weitere Augenweiden. Das Ganze wirkte aber etwas steifer als zuletzt und im – auch im Hinblick zur Show im vergangenen Jahr – etwas arm an Überraschungen.
Doch von vorne. Das Licht ging aus, die Spannung war enorm, die Luft schien fast elektrisch und dann ging es auch schon los mit dem – mittlerweile doch ausgelutschten „Doctor Doctor“ Intro, dem nun schon 52 Jahre alten Klassiker von UFO, der auch schon seit über 25 Jahren alle Shows der Eisernen Jungfrau eröffnet. Und dann ging es auch gleich Schlag auf Schlag. Bandboss Steve Harris stürmte motiviert, gefolgt von Jannick Gers, Dave Murray und Adrian Smith auf die Bühne. Dahinter nimmt nun schon seit dieser Tour ein Simon Dawsen an den Drums Platz, da Nicko McBrain das Tourleben nicht mehr stemmen kann, dafür aber mit seinem Buch bald auf Lesetour geht, auf die Bühne. Kurz darauf war der Aufschrei riesig, als Bruce die Bühne betrat und das weniger fetzige „Murder In The Rou Morgue“, das jüngeren Fans eventuell nicht so der große Begriff ist, zu schmettern begann.
Es folgte sogleich „Wrathchild“, auch ein uralter Hit, der lautstark mitgeschmettert wurde, es folgte der Titeltrack vom Debüt, der natürlich original von Paul Di’Anno, der vor zwei Jahren nach langem Leiden in den Metal-Himmel aufstieg, intoniert wurde. Die Stimmung war großartig. Gers machte noch die meisten Meter neben Dickinson, der aber auch nicht mehr ganz das Pensum wie vor einigen Jahren zusammenbrachte. Auch wirkte er verdächtig ruhig, und bedankte sich erst gegen Ende ausgiebig, aber schmetterte natürlich sein „Scream for me Nova Rock!“, was natürlich lautstark beantwortet wurde. Danach ging es in neuere Gefilde mit dem Epos „Phantom Of The Opera“, jedoch ohne einem Phantom, denn Bruce blieb in der Lederjacke und mit grauem Zopf, zeigte sich aber stimmgewaltig wie eh und je.
Die Visuals auf der Videowall waren beeindruckend, denn diese Technik bringt eigentlich sonst niemand auf die Bühne, denn alles im Hintergrund wirkte plastisch und überaus real. Eddy war natürlich auch mit von der Partie, ging aber auch back to the roots mit dem „Killers“ Outfit und gegen Ende erschien sein Kopf natürlich auch als riesiger Dämon. Gefeiert wurden dann auch von jüngeren Semstern oder weniger wissenden Zuschauer*innen „Run To The Hills“, „The Trooper“ und „The Number Of The Beast“. Und schon lief „Iron Maiden“ und weg waren die Herren. Doch es dauerte nicht lange und Winston Churchill erhob seine Stimme, denn es folgte „Aces High“, ehe „Fear Of The Dark“ für virbierende Kehlen zu tausenden und Gänsehaut sorgte. „Wasted Years“ sollte auch nochmal die Nackenmuskulatur und die Stimmbänder strapazieren, bevor das typische Monty Python Theme für Entspannung sorgte und abertausende Nova Rocker*innen in den Abend entließ – oder zu SABATON schickte.
Setlist IRON MAIDEN:
(Doctor Doctor)
T(he Ides of March)
Murders In The Rue Morgue
Wrathchild
Killers
Phantom Of The Opera
The Number Of THe Beast
Infinite Dreams
Powerslave
Rime Of The Ancient Mariner
Run to the Hills
Seventh Son Of A Seventh Son
The Trooper
Hallowed Be Thy Name
Iron Maiden
–
Churchill’s Speech
Aces High
Fear Of The Dark
Wasted Years
(Always Look On The Bright Side Of Life)
Auch wenn mich nun einige steinigen würden, schaute ich zwischendurch auch einen Sprung zur Red Bull Stage, denn die Punk-Urgesteine LAGWAGON hatten das schwere Los, gleichzeitig mit der britischen Legende ins Rennen zu gehen. Doch der sympathische Joey Cape und sein Mannen wirkten entspannt, grinsend und energisch. Und das zu Recht, denn die kleinste Stage war mehr als gut besucht, beziehungsweise sogar recht voll. Leider kam ich etwas später an, musste man sich doch durch die Heavy Metal Fans der alten Schule seinen Weg bahnen.
Doch die Punk-Jünger waren bereits mehr als aufgewärmt und ebenso bester Laune, durften sie ja schon Klassiker wie „Alien 8“ oder „Make Friends“ lauschen. Songs, die das Genre definitiv mitprägten. Aber auch das neuere „Bubble“, zu dem ich dann auch gleich mitfeiern durfte oder „Razor Burn“, das den Abschluss bildeten, wurden frenetisch zelebriert. Es wurde gepogt, getanzt und gemosht. Joey bedankte sich immer wieder überschwänglich und heizte weiter an. Trotz der Temperaturen, gaben die Herren und auch das Publikum, das sich zwar über kühlere Lüftchen am Abend freuten, aber durch ihren Einsatz nicht minder schwitzten, Vollgas und ließen die letzten Songs wie im Flug vergehen. Und dann ging es wieder zurück für mich zum Finale mit Eddy.
Wobei Finale wohl nicht ganz stimmt, denn SABATON standen noch in den Startlöchern. Ich erinnere mich, als ich die Herren einst 2008 um kurz vor 11 auf einem kleinen Festival erleben durfte. Da hatte Joachim Brodén zwar schon seine Weste und Camo-Hosen an, die Sonnenbrille auf und ein Bier wurde auch schon mit einem Fan auf der Bühne gekippt. Doch, was sich in den letzten 18 Jahren tat ist unglaublich. Dem Panzerchen auf der Bühne ist nun eine fette Todesmaschine gewichen. Es schossen Pyros und weiteres aus allen Rohren. Die Lichtshow, die Videowall, alles war unglaublich fett und durchorchestriert. Und dennoch schafften es Joacim und seine Soldaten eine sympathische, fannahe und authentische Show auf die Bühne zu stellen. Zwischen Hits, Hymnen und Klassikern wie dem Unausweichlichen und immer noch unglaublich energischen Opener „Ghost Division“, dem traurigen „Christmas Truce“ oder dem pathetischen „Primo Victoria“ wurde gescherzt, erzählt und angefeuert. Die Jungs hatten untereinander Spaß, mit den Fans und an ihrer Musik sowieso.
Auch die neueren Songs wie „Crossing The Rubicon“, das auch in einer genialen Version mit NOTHING MORE Fronter Jonny Hawkins existiert, das fernöstliche „Yamato“ oder „I, Emperor“ fügten sich wunderbar ins Set und wurden lautstark mitgesungen. So verging das Set wie im Flug, das Publikum wusste ja bei all den Effekten, den Explosionen und der Hitdichte eh nicht, wo sie zuerst hinsehen sollen und bekamen eine Show, die eines Headliners würdig ist und auch nach dem Auftritt der Eisernen Jungfrau sich definitiv nicht zu verstecken braucht. SABATON kamen, sahen und zogen siegreich von Dannen, denn gerade mit der Party-Nummer „Swedish Pagans“ und dem intensiven „The Last Battle“ hatte man nochmal ein paar Asse ausgespielt. So bleibt nur noch zu sagen – und das wurde auch in dieser Nacht aus tausenden Kehlen geschmettert – „Noch ein Bier!“
Setlist SABATON:
Ghost Division
Yamato
The Red Baron
The Last Stand
Great War
Stormtroopers
Christmas Truce
Soldier Of Heaven
Crossing The Rubicon
Night Witches
I, Emperor
The Attack Of The Dead Men
Bismarck
Hordes Of Khan
Templars
Primo Victoria
Swedish Pagans
To Hell And Back
The Last Battle
Ich glaube, es sind genug Worte über diesen unglaublich stark besetzten Tag verloren worden. Das Nova Rock fuhr ein gewaltiges wie abwechslungsreiches LineUp an diesem Tag auf und hatte für den Abschlusstag, an dem die Red Stage geschlossen blieb, noch einiges in Petto. Somit mache ich es kurz: Gute Nacht – oder vielleicht auch guten Morgen – je nachdem.
Autor*innen: Daniela Krebelder, Florian Rosenberger, Max Wollersberger
Fotos: Anthony Seidl
