SEVENTH AVENUE - Terium
SEVENTH AVENUE
Terium
(Power Metal)

 


Label: Massacre Records
Format: (LP)

Release: 2008


Vier Jahre ist es mittlerweile her, dass SEVENTH AVENUE aus Wolfsburg ihr letztes Werk “Eternals”, das durchwegs gute Kritiken einheimsen konnte heraus brachten. Leider muss ich zugeben, dass ich die Band nach dem guten, aber nicht überragenden „Between The Worlds“ (2003) etwas aus den Augen verloren habe. Umso überraschter war ich dann, als sich „Terium“ das erste Mal im CD-Schacht drehte. Nach einer bewegten Vergangenheit (darunter einige Besetzungswechsel, 5 Alben und einige Festival Auftritte) dachte sich die Truppe wohl, dass es endlich Zeit für die Oberliga wäre. Und um eines vorweg zu nehmen, mit „Terium“ ist auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in diese Richtung geglückt.

Musikalisch bewegt sich SEVENTH AVENUE auf sicherlich keinem recht neuen Terrain und man hört auch hier und da Genregrößen heraus, die ich hier nicht näher nennen brauche, denn auf dieser CD klingt nichts geklaut oder kopiert, viel eher würde ich inspiriert sagen, denn man kann in jedem Song sofort hören, dass es sich um SEVENTH AVENUE handelt und niemanden anders. Verspielter Power Metal, meistens im Up-Tempo Bereich, der nur der Atmosphäre und Abwechslung wegen mal etwas zurückschaltet, ist die Devise. Außerdem kommen immer wieder die geilen Twin-Gitarren sauber zum Einsatz. Die Deutschen gehen seit ihren Anfangstagen konsequent ihren Weg und bauen ihren eigenen Stil mit jeder Scheibe weiter aus. Auch der immer wiederkehrende positive Vibe von Lands- bzw. Genrekollegen ist spätestens ab dem schönen Titeltrack zu hören. Außerdem versteckt sich in dem Song noch ein starkes Bass-Solo, das Markus Großkopf persönlich hätte beisteuern können. Da lacht das Power Metal Herz höher. Fronter Herbie Langhans weiß mit seiner angenehmen Stimme genau wo seine Grenzen liegen und das in höheren, wie auch tieferen, raueren Regionen. Für die Aufnahmen der Vocals hat er sich prominente Unterstützung von niemand geringerem als Gitarrenvirtuose Victor Smolski geholt. Auch die Produktion von Sascha Paeth (EDGUY, AVANTASIA) ist rundum gelungen. Weder klingt sie zu rau, noch überproduziert. Einzelne Songs hervorzuheben fällt mir schwer, weil eigentlich jeder seine Stärken und Momente hat. Sei es der Ohrwurmfaktor oder die speziellen Arrangements, so ziemlich jedes Stück weiß zu überzeugen. Vielleicht könnte man den melodischen Highspeed-Kracher „Future Dawn“ oder das nicht mehr aus dem Ohr zu bekommende „Brighter Than The Sun“, in dem Herbie und die Chöre punkten, nennen.
Sehr positiv ist auch die Spielzeit von über 70 Minuten, verpackt in 14 Songs (+Intro), bei denen niemals Langeweile aufkommt, zu erwähnen.

SEVENTH AVENUE gehen, wie schon gesagt konsequent ihren Weg, ohne sich zu wiederholen oder auf der Stelle zu treten. Sicher ein kleines Highlight im Power Metal in diesem noch jungen Jahr. Reinhören lohnt sich!

 

 


Tracklist „Terium“:
1. Under The Surface
2. Crowd In The Dark
3. Terium
4. Authorities
5. Future Dawn
6. Brighter Than The Sun
7. Needs
8. Two Masters
9. Hands Of The King
10. Priests And Servants
11. Trail Of Blood
12. Betrayal
13. Way To The Stars
14. Innocence
15. New Era
Gesamtspielzeit: 73:31

 


www.seventh-avenue.de

 

SEVENTH AVENUE - Between The Worlds
SEVENTH AVENUE – Terium
7.5
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