
THE ORDER gehört seit ihrer Gründung im Jahr 2005 zu den beständigsten und kraftvollsten Vertretern der schweizerischen Hard-Rock-Szene. Die Band, bestehend aus Sänger Gianni Pontillo, Gitarrist Bruno Spring, Bassist Alain Schwaller und Schlagzeuger Mauro „Tschibu“ Casciero, zeichnet sich durch eine bemerkenswerte personelle Kontinuität aus, die sich in ihrem dichten und perfekt eingespielten Sound widerspiegelt.
Die Karriere von THE ORDER ist geprägt von einer konsequenten Veröffentlichungspolitik. Bevor wir uns allerdings dem aktuellten Werk widmen, gibt es wieder ein paar kleine Dinge aus der Kategorie „Nice to Know“. Trotz der zusätzlichen internationalen Verpflichtungen von Frontmann Gianni Pontillo, der seit 2024 auch als Sänger der Rock-Legenden NAZARETH fungiert, bleiben THE ORDER ihrer Identität treu. Gianni ist einer der meistbeschäftigten Sänger der Szene. Nebenbei singt er auch bei der deutschen Heavy-Metal-Band VICTORY und der Van-Halen-Tribute-Band FUN HALEN.
Mehrere Bandmitglieder sind leidenschaftliche Fußballfans. Diese Teamdynamik übertragen sie auf die Bandarbeit: Es gibt keinen „Chef“, alle Entscheidungen werden demokratisch getroffen; ein Mitgrund, warum THE ORDER seit 20 Jahren ohne die üblichen Rock-Ego-Dramen auskommen. Für das aktuelle Album „Empires“ nutzte die Band erstmals seit Jahren wieder analoges Equipment aus den 80ern, um den Sound noch organischer zu gestalten. Zudem gibt es auf dem Album versteckte lyrische Querverweise (Easter Eggs) zu Songs ihres Debüts „Son Or Armageddon“.
Die Band gilt heute mehr denn je als eine authentische Instanz, die ohne modische Experimente auskommt und stattdessen auf messerscharfe Riffs und eine charismatische Bühnenpräsenz setzt. Mit dem Jubiläumsjahr 2026 beweisen THE ORDER eindrucksvoll, dass sie auch nach zwei Jahrzehnten im Musikgeschäft nichts von ihrer Relevanz und Spielfreude verloren haben. Und nun kommen wir zum Highlight der Rev; Das neueste Werk der Band.
Das Album „Empires“ ist eine klangliche Rückkehr zur Härte, ohne die eingängigen Hooks zu verlieren.Der Titelsong „Empires“ besticht durch ein episches Intro und geht in ein massives, galoppierendes Riff über. Der Sound ist breit und majestätisch, ein moderner Metal-Stamper mit hymnischem Refrain.Ein aggressiver Up-Tempo-Rocker ist „Fight For Your Rights“ Hier dominieren trockene, schneidende Gitarren und die raue, fordernde Stimme von Gianni Pontillo. Ein purer Adrenalin-Schub im Stil des frühen US-Hard-Rocks. Der Track „Warriors“ setzt auf einen schweren, schleppenden Groove. Der Bass-Sound ist hier besonders präsent und erzeugt eine bedrohliche, dichte Atmosphäre, die in einem kraftvollen Mitsing-Chorus explodiert. „Wherever I Go“ Ist die obligatorische Power-Ballade des Albums. Hier zeigt die Produktion ihre feine Seite: Akustische Gitarren treffen auf einen warmen, analogen Röhrensound, bevor das Stück in einem emotionalen, bluesigen Gitarrensolo gipfelt. Ein klassischer „Headbanger“ ist „Thieves In The Night“. Der Sound ist hier besonders trocken und direkt, fast wie eine Live-Aufnahme im Studio. „Of Martyrs And Tyrants“: Der Rausschmeißer des Albums wirkt fast progressiv.
Vielschichtige Gitarren-Layer und dynamische Wechsel zwischen leisen Passagen und einer gewaltigen Soundwand demonstrieren die gesamte klangliche Bandbreite von THE ORDER. Insgesamt klingt „Empires“ organischer und „echter“ als viele hochglanzpolierte Produktionen der heutigen Zeit; ein ehrliches Stück Schweizer Wertarbeit.
Tracklist „Empires“:
1. Empires
2. Fight For Your Rights
3. Warriors
4. Thieves In The Night
5. Living For The Nightlife
6. Wherever I Go
7. The Last Call
8. Of Martyrs And Tyrants
9. The Bonehead’s Back – Promises And Illusions
Gesamtspielzeit: –
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