
Night Is Calling
(Heavy Metal | Power Metal)
Label: Napalm Records
Format: (LP)
Release: 03.07.2026
Wenn Dr. Dead und seine untote Crew von DOMINUM aus ihren Gräbern steigen und die Manege betreten, weiß das Publikum genau, dass die letzte Stunde geschlagen hat. Mit DOMINUM „Night Is Calling“ ist es Zeit für eine packende Dosis theatralischen Horror-Metal, bei dem der Entertainment-Faktor und der pure Spaß an der Musik absolut im Vordergrund stehen. Hier wird nicht regungslos im Sarg gelegen. Mit ihrem am 3. Juli erscheinenden Album „Night Is Calling“ (stream only) inszeniert DOMINUM rund um Frontmann Felix Heldt (alias Dr. Dead) ein grandios düsteres Spektakel. DOMINUM beweisen mit „Night Is Calling“ eindrucksvoll, wie man schaurige Geschichten in ein modernes, druckvolles Metal-Kleid packt und die Endzeit zur absoluten Party Zone erklärt. Unterstützt von Tommy an der Gitarre, Patient 0 am Bass und Hilltop an den Drums walzt sich die Band wie eine unaufhaltsame Zombie Schar durch ein Set, das stilistisch keine Gefangenen macht und handwerklich auf ganzer Linie überzeugt.
Die musikalische Reise auf DOMINUM „Night Is Calling“ beginnt mit herrlich unschuldig-gruseligen Jahrmarkt Sounds. Der Opener „The Circus Is In Town“ reißt die Hörer*innen direkt hinein in eine düstere, orchestrale Manege, in der Dr. Dead als charismatischer Zirkusdirektor spielerisch zwischen beschwörendem Storytelling und einem absolut hymnenhaften Refrain wechselt. Als nächstes drückt „Doctor Doctor“ das Gaspedal durch das Bodenblech der Leichenkutsche. Eine hochenergetische Power Metal Nummer mit tonnenweise Groove, bei der der Frontmann sein markantes, kraftvolles Rock-Organ voll entfaltet. Mit „Children Of The Night“ folgt eine klassische Metal-Hymne wie man es sich wünscht, unaufhaltsam, melodisch und mit maximalem Live-Potenzial für die nächste Schattengestalt-Konvention. Besonders atmosphärisch präsentiert sich „Nosferatu“, dessen Gitarren sich anfangs tief ins Gehör fräsen, bevor das rhythmische Kommando „1, 2, 3, 4“ als Auslöser für die Überleitung dient und die Rhythmusfraktion ein grundsolides, gruftiges Fundament gießt. Der Gesang liefert dazu eine cineastische, schaurig-schöne Performance ab, die perfekt in das theatralische Gesamtkonzept passt.
Dass die Band auch ein ausgeprägtes Händchen für packende Melodieläufe hat, beweist „Dark Melodies“ erstklassig. Der Song ist ein melancholischer, aber dennoch treibender Track, getragen von Dr. Deads tiefem, sanftem Klargesang, bevor er im Refrain förmlich explodiert. Ein Fest für die Ver- und Entspannung der Nackenmuskulatur, bevor die Leichenstarre einsetzt. Das unbestrittene Prunkstück dieser untoten Leistungsschau ist jedoch der Titeltrack „Night Is Calling“. Für diesen Live Banger haben sich DOMINUM hochkarätige Verstärkung in die Gruft geholt. Im Duett mit den finnischen Power-Metal-Ikonen von BATTLE BEAST entfaltet der Song eine ganz besondere Dynamik. Während das treibende Bass Gewitter wie ein rasender Puls nach vorne peitscht, verschmelzen die unbändige Energie von Marina und das theatralische Charisma von Dr. Dead zu einer wahren Hymne der Nacht und einem absoluten Fest für Genre Fans des Power Metals.
Danach zieht das Tempo noch einmal drastisch an, denn „Jack The Ripper“ präsentiert sich so aggressiv, schnell und bissig, wie es das Thema verlangt, und jagt den Hörer mit beeindruckender lyrischer Intensität durch die Manege. Eine weitere Attraktion im Konzept der Band ist die Cover-Version von Michael Jacksons Welthit „Thriller“. DOMINUM drücken diesem Pop-Klassiker ihren ganz eigenen, harten Stempel auf, zollen dem Original gebührenden Respekt und verleihen dem Song eine raue Horror Metal Note mit einem fetten Augenzwinkern. Das furiose End Drittel des Albums leitet schließlich „Devil’s Son“ ein, ein dynamischer Hard Rock/Power-Metal Hybrid mit fiesem Ohrwurm-Charakter, der den Kopf unweigerlich von Seite zu Seite jagt. Darauf folgt „I Don’t Drink Wine“, ein epischer Stampfer mit klassischem Vampir Vibe, bei dem Dr. Dead noch einmal eine schauspielerische Meisterleistung am Mikrofon abliefert, bevor der finale Track „Endzeit“ den definitiven, dramatischen Schlusspunkt setzt und das Schicksal dieses musikalischen Untergangs-Zirkus besiegelt.
Doch wer glaubt, dass nach dem jüngsten Gericht Ruhe einkehrt, irrt sich gewaltig. Dass die Aftershow-Party in diesem apokalyptischen Zirkus keineswegs leise sein muss, beweisen DOMINUM mit den anschließenden Akustik Versionen. Die Band liefert hier Nummern ab, die trotz reduzierter Instrumentierung, dennoch vor Energie und Attitüde strotzen. Sie zeigen, dass echter Rock keine tonnenschweren Verstärker braucht, um die Toten aufzuwecken: Die Akustik Gitarren sind messerscharf und mit absolutem Groove eingespielt, während der Gesang eine perfekt produzierte, stilvolle Leichtigkeit transportiert.
„Night Is Calling“ von DOMINUM ist ein rundum gelungenes Paradebeispiel, das zeigt, wie sich das furiose Endzeit-Spektakel in einen ebenso intimen wie unvergesslichen Rahmen fassen lässt.
Tracklist „Night Is Calling“:
1. The Circus Is In Town
2. Doctor Doctor
3. Children Of The Night
4. Nosferatu
5. Dark Melodies
6. Night Is Calling (feat. Battle Beast)
7. Jack The Ripper
8. Thriller (Michael Jackson Cover)
9. Devil’s Son
10. I Don’t Drink Wine
11. Endzeit
12. Don’t Get Bitten By The Wrong Ones (Acoustic)
13. Hey Living People (Acoustic)
Gesamtspielzeit: 45:45
Band-Links:
