SPARTA – Cut A Silhouette
SPARTA
Cut A Silhouette
(Post Hardcore | Indie Rock)

 


Label: Rude Records
Format: (LP)

Release: 29.05.2026


Vor 24 Jahren veröffentlichten SPARTA rund um Jim Ward ihr Debütalbum „Wiretap Scars“, das man bis heute getrost als Post Hardcore Klassiker bezeichnen kann und das gemeinsam mit dem dritten epischen Album „Threes“, das übermächtig über der Diskographie der Truppe thront.

Ein nicht so leicht gerecht werdendes Vermächtnis also, auch die letzten beiden Alben das selbstbetitelte „Sparta“ sowie das in mitten des ersten Covid Lockdowns erschienene „Trust The River“ hatten in diesem Kontext einen durchaus schweren Stand. Doch schon der Opener „Split Lip“ schlägt gekonnt die Brücke in die frühen 2000er als sich die Band aus der Asche der legendären AT THE DRIVE-IN erhoben hat. Wobei ja bis heute der Einfluss von Jim Ward auf den Sound der Band aus El Paso sträflich unterschätzt wird und man deshalb auch nicht darum herumkommt die Genese von SPARTA auch 25 Jahre nach dem Split kurz auszubreiten.

So ist schon ab der ersten Nummer der Einfluss von legendären Post Hardcore Bands wie DRIVE LIKE JEHU auf den Sound von „Cut A Silhouette“ wieder deutlich herauszuhören. Für das nachfolgende ebenso drückende und schon vorab veröffentlichte „Crater“ zeichnet sich dann der befreundete Frank Iero, besser bekannt als Gitarrist von MY CHEMICAL ROMANCE und L.S. DUNES mitverantwortlich. Und auch in den Credits vom nachfolgenden „Mouthbreather“, dem ausladendsten Track des Albums scheint er auf.

Dass Jim Ward sich auch im Country und Folk, durchaus zu Hause fühlt, unterstreicht dann einmal mehr „See You Soon“ bevor „Everything You Say“ wieder den Post Hardcore auspackt und auch „Without Your Hands“ mit dem quasi „Signature-Riffing“ von SPARTA zu glänzen vermag.

Was den Sound der Band ebenfalls seither auszeichnete war der unprätentiose Hang zu großen Gesten, ohne dabei aber Gefahr zu laufen im Pathos zu versinken. In dieser Tradition fräst sich dann auch „Mystery In Missing” gleichsam gnadenlos wie wuchtig in den Gehörgängen fest.

Das abschließende “Glimmer”, eingangs nur getragen von der akustischen Gitarre und Jim Wards zerbrechlichen Gesang, entwickelt sich auch wegen der direkten wie ehrlichen Lyrics zu einem satten Schlag in die Magengrube aber gleichzeitig auch zum emotionalen Highlight und würdigem Ende der Platte.

„Cut A Silhouette“ ist ein überraschend lautstarkes wie intensives Album von SPARTA, das man in dieser Form so nicht unbedingt am Schirm hatte.

Autor*in: David Zuser

 


Tracklist „Cut A Silhouette“:
1. Split Lip
2. Crater
3. Mouthbreather
4. Daydream
5. See You Soon
6. Everything You Say
7. Without Your Hands
8. Midnights
9. Mystery Of Missing
10. Glimmer
Gesamtspielzeit: 33:05


Band-Links:

Sparta - Cut A Silhouette Sparta - Cut A Silhouette

 

 


SPARTA – Cut A Silhouette
SPARTA – Cut A Silhouette
LineUp:
Jim Ward (Vocals, Guitar)
Matt Miller (Bass)
Neil Hennessy (Drums)
8.5
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