lord of the lost - opvs noir vol. 3
LORD OF THE LOST
Opvs Noir Vol. 3
(Gothic Metal | Dark Rock)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 10.04.2026


Nur gut vier Monate nach „Vol. 2“ und etwa zehn nach dem ersten Teil, schließt nun „Opvs Noir Vol. 3“ die Trilogie überaus würdig ab. Schon zuvor zeigten Chris Harms und seine Mannen von LORD OF THE LOST, dass man noch so einige Gothic-Pfeile im musikalischen Köcher hat und auch das nunmehr 14. Album macht da keine Ausnahme.

Ein Strauß bunter Gothic-Rock- und Metal Songs mit zahlreichen Elementen anderer Genres lädt wieder zum Entdecken ein. Man beginnt heavy und düster und erinnert ob der Orchestrierung an Dark Metal Größen wie SEPTICFLESH, zeigt aber im Opener „Kill The Lights“ sogleich auch eigene Trademarks. „I Am A Diamond“ ist eine klassische Single, düster, hymnisch und mit leichtem Hang zum 80er Sound – sowie dem Zutun von SALTATIO MORTIS – die live perfekt zünden wird. Die Hamburger haben sich offensichtlich nicht damit übernommen gleich drei vollständige Alben in nicht mal einem Jahr auf den Markt zu werfen. Auch der dritte Teil ist frei von Stagnation, Wiederholung oder Abnutzung.

„My Funeral“ startet dann cineastisch und bedrohlich, zeigt sich inhaltlich aber überraschend positiv. Textlich erhebt man nun das Schwarz zur happy colour und bekennt sich weiterhin zum ESC Auftritt, bei dem die Gothic Rocker im Kontrast zu ihrer Musik bunt, glitzernd und vorrangig und rosa Outfits auftraten. Wenn WEDNESDAY 13 mit von der Partie sind, dann wird es natürlich dreckig. Das etwas repetetive „I Hate People“ ist eine schöne Wuthymne, die sich schnell im Ohr festsetzt und mit Orgelklängen auch unter die Haut geht. Balladesk und pathetisch startet hingegen „The Shadows Within“, welches Chris viel Raum für seine kraftvolle Stimme, die hier noch emotionaler klingt, als zuvor auf dem neuen Material, lässt. Ein Kinderchor, sowie Klaviergeklimper eröffnet „La Vie Est Hell“, ein Song, der unter die Haut geht und mit dem Ex-KISSIN DYNAMITE Fronter Hannes Braun ein weiteres Ass zieht. Charles Baudelaire´s Gedicht Les Fleurs du Mal auf französisch vorgetragen, brennt sich schnell in den Gehörgang und lässt orchestral und opulent schwelgen.

Leichter, mit 80s Synthies sowie leichten BILLY IDOL Vibes ausgestattet, aber nicht minder intensiv, gibt sich „Square One“, während auf „When Did The Love Break“ Amber Vourvahis‘ (XANDRIA) schmerzerfüllte Stimme im Duett mit Chris erklingt. Nicht weniger hymnisch und dramaturgisch hochtrabend ist „Take Me Far Away“ ausgefallen, bevor das minimalistische „The Days Of Our Lives“ nochmal unter die Haut geht. Wabernde Electronica treffen auf überaus pathetische Gesänge, die laut und am besten im vollen Stadion für Gänsehaut am ganzen Körper sorgen sollten…

I have called you to say goodbye to the world
All promises forgotten and regrets denied
Leave me a light on, cause I won’t sleep
I want to watch the flames wipe out our lives we can’t keep“

Chris Harms und seine Jungs sind echte Workaholics, ständig auf Achse, fleißig im Studio und betreiben ein gekonntes Marketing, ohne zu sehr auf Trends, Schubladen oder Grenzen zu konzentrieren. Ein Band, die technisch über jeden Zweifel erhaben ist, authentisch tönt, wie am ersten Tag und den erspielten Erfolg redlich verdient hat.

Autor: Max Wollersberger


Tracklist „Opvs Noir Vol 3“:
1. Kill The Lights
2. I’m A Diamond
3. My Funeral
4. I Hate People
5. The Shadows Within
6. La Vie Est Hell (feat. Hannes Braun)
7. Square One
8. When Did The Love Break? (feat. Amber Vourhis)
9. Your Love Is Colder Than Death
10. Take Me Far Away
11. The Days Of Our Lives
Gesamtspielzeit: 44:10

 


Band-Links:
lord of the lost - Opvs Noir Vol. 3blood & Glitter blood & glitter

 

 

 


 

lord of the lost - opvs noir vol. 3
LORD OF THE LOST – Opvs Noir Vol. 3
LineUp:
Chris Harms (Vocals)
Pi Stoffers (Guitars)
Gerrit Heineman (Guitars, Synthies, Piano)
Benjamin “Benji“ Mundigler (Guitars, Synth)
Klaas Helmecke (Bass)
Niklas Kahl (Drums)
Guests:
Hannes Braun (Ex-KISSIN DYNAMITE)
Amber Vourhis (XANDRIA)
WEDNESDAY 13
CATS IN SPACE
SALTATIO MORTIS
8.5
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